Quinny wurde vor allem durch futuristisch gestaltete Kinderwagen und kompakte Stadtbuggys bekannt. Modelle wie Zapp, Buzz, Moodd und Hubb richteten sich an Familien, die einen wendigen Kinderwagen für den urbanen Alltag suchten. Heute werden Quinny-Kinderwagen überwiegend gebraucht oder als Restposten angeboten. Ein reguläres aktuelles Sortiment für den deutschen Markt ist nicht mehr erkennbar.

Das erwartet Sie in unserem Ratgeber:
Quinny gehörte zum Markenportfolio von Dorel Juvenile, zu dem auch Maxi-Cosi zählt. Dadurch ließen sich zahlreiche Quinny-Kinderwagen mithilfe der passenden Adapter mit ausgewählten Maxi-Cosi-Babyschalen kombinieren.
Die verschiedenen Modellreihen wurden über viele Jahre immer wieder technisch und optisch überarbeitet. Angaben zu Gewicht, Faltmaß, Belastbarkeit und Kompatibilität können sich deshalb zwischen den Baujahren unterscheiden.
Ältere Quinny-Kinderwagen entsprachen den zum Zeitpunkt ihrer Markteinführung geltenden Sicherheitsanforderungen. Die im ursprünglichen Artikel genannte Norm „EN 19888:2003“ existiert so nicht. Gemeint war vermutlich die europäische Kinderwagennorm EN 1888 in einer damals gültigen Fassung.
Welche Quinny-Kinderwagen gibt es?
Zu den bekanntesten Quinny-Modellreihen gehören:
- Quinny Zapp: kompakter Stadt- und Reisebuggy in mehreren Generationen
- Quinny Buzz und Buzz Xtra: wandelbare Kinderwagen mit größerem Fahrgestell
- Quinny Moodd: auffällig gestalteter Kombikinderwagen mit wendbarer Sitzeinheit
- Quinny Speedi: dreirädriger Kinderwagen mit größeren Rädern
- Quinny Yezz: besonders leichter und kompakter Reisebuggy
- Quinny Hubb: geräumiger Stadt- und Einkaufskinderwagen mit Erweiterungsmöglichkeit für zwei Kinder
- Quinny VNC: moderner Stadtbuggy mit großem Einkaufskorb
Ein Teil der Kinderwagen konnte mit Babywanne, Neugeboreneneinsatz oder Babyschale ab der Geburt verwendet werden. Die reinen Buggysitze waren dagegen häufig erst ab etwa sechs Monaten beziehungsweise ab dem selbstständigen Sitzen vorgesehen.
Quinny Buzz und Buzz Xtra
Der Buzz gehörte zu den ersten besonders bekannten Quinny-Kinderwagen. Spätere Varianten wie der Buzz Xtra verbanden ein auffälliges Design mit einer wendbaren Sitzeinheit und schaumgefüllten Rädern.
Mit einer passenden Babywanne oder einer kompatiblen Maxi-Cosi-Babyschale konnte der Buzz Xtra ab der Geburt verwendet werden. Beide Aufsätze waren je nach Angebot separat erhältlich. Im Grundpaket befanden sich häufig nur das Fahrgestell, der Sportwagensitz und ausgewähltes Zubehör.
Eine Besonderheit war das automatische Aufklappen des Fahrgestells. Nach dem Lösen der Verriegelung öffnete sich das Gestell durch eine vorgespannte Mechanik weitgehend selbstständig. Zusammengefaltet benötigte der Buzz allerdings mehr Platz als die kompakteren Zapp-Modelle.
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Die Quinny-Zapp-Modellreihe
Der Quinny Zapp wurde in zahlreichen Varianten angeboten. Gemeinsam war ihnen das kompakte Fahrgestell für Stadt, Reise und öffentliche Verkehrsmittel. Deutliche Unterschiede gab es bei Sitzrichtung, Liegeposition, Anzahl der Räder und Faltmechanismus.
Quinny Zapp Flex Plus
Der Zapp Flex Plus war die vierrädrige und komfortorientierte Variante der Modellreihe. Der geschlossene Schiebegriff erleichterte das einhändige Lenken. Der wendbare Sitz konnte mit Blick zu den Eltern oder in Fahrtrichtung montiert werden.
Für die Nutzung ab der Geburt waren je nach Modelljahr ein geeigneter Kinderwagenaufsatz, ein Neugeborenen-Cocoon oder eine kompatible Maxi-Cosi-Babyschale vorgesehen. Der Buggysitz selbst war für ältere Babys und Kleinkinder gedacht.
Ein großes Verdeck mit UV-Schutz und wasserabweisende Bezüge ergänzten die Ausstattung. Das Gestell konnte zusammen mit dem Sitzeinhang gefaltet werden.
Quinny Zapp Flex
Der Zapp Flex besaß drei Räder und war dadurch besonders wendig. Seine Sitzeinheit ließ sich in beide Richtungen montieren und in unterschiedliche Ruhepositionen bringen. Im Gegensatz zum Flex Plus war der Schieber geteilt.
Mit einem passenden Neugeborenenaufsatz oder einer freigegebenen Babyschale konnte der Zapp Flex als Reisesystem verwendet werden. Vor dem Gebrauchtkauf muss geprüft werden, ob die benötigten Originaladapter vorhanden sind.
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Quinny Zapp Xpress
Der Zapp Xpress war die leichtere und einfacher ausgestattete Variante. Sein Sitz war ausschließlich in Fahrtrichtung montiert. Über einen Reißverschluss an der Rückseite konnte eine Ruheposition eingestellt werden.
Der kompakte 3D-Faltmechanismus ermöglichte das Zusammenklappen mit dem Sitzeinhang. Damit eignete sich der Zapp Xpress besonders für den Stadtverkehr und den Transport im Auto.
Eine Nutzung ab der Geburt war nur mit einer ausdrücklich kompatiblen Babyschale und den erforderlichen Adaptern möglich. Die Ruheposition des Buggysitzes machte den Wagen nicht automatisch für Neugeborene geeignet.
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Weitere Zapp-Varianten
Zu den weiteren Ausführungen gehörten der ursprüngliche Zapp, Zapp Xtra und Zapp Xtra 2. Beim Zapp Xtra 2 konnte das Gestell im Unterschied zu älteren Ausführungen zusammen mit der Sitzeinheit gefaltet werden.
Die verschiedenen Zapp-Sitze und Fahrgestelle sind nicht zwangsläufig untereinander austauschbar. Selbst äußerlich ähnliche Adapter oder Sitze können für ein anderes Modell vorgesehen sein.
Quinny Moodd
Der korrekte Modellname lautet Quinny Moodd und nicht „Zapp Mood“. Der Moodd war ein auffällig gestalteter dreirädriger Kombikinderwagen mit wendbarer Sitzeinheit.
Für die Nutzung ab der Geburt konnte der Moodd mit einer kompatiblen Babywanne oder Maxi-Cosi-Babyschale kombiniert werden. Später wurde der Sportwagensitz verwendet. Dieser ließ sich mit Blick zu den Eltern oder in Fahrtrichtung montieren und in unterschiedliche Ruhepositionen bringen.
Eine vorgespannte Mechanik erleichterte das Aufklappen des Fahrgestells. Schaumgefüllte Räder, eine Federung und ein höhenverstellbarer Schieber sorgten für Fahrkomfort. Zum Lieferumfang gehörten je nach Set unter anderem Babyschalenadapter, Einkaufskorb, Sonnenverdeck und Regenverdeck.
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Quinny Hubb
Der Quinny Hubb wurde als besonders geräumiger Stadt- und Einkaufskinderwagen entwickelt. In der Mono-Konfiguration bot er einen großen Einkaufskorb und einen Sitzplatz für ein Kind. Mit zusätzlichen Aufsätzen konnte er für zwei Kinder erweitert werden.
Für ein Neugeborenes waren abhängig von der Konfiguration der Hux-Aufsatz, ein From-Birth-Cocoon oder eine kompatible Maxi-Cosi-Babyschale vorgesehen. Der reguläre Sportwagensitz war für ein größeres Baby beziehungsweise Kleinkind gedacht.
Der Sportwagensitz konnte in beiden Fahrtrichtungen montiert werden. Der große Einkaufskorb war je nach Ausführung bis zu 10 kg belastbar und besaß ein zusätzliches Fach für kleinere Gegenstände.
Quinny Hubb als Geschwisterwagen
Mit einem zweiten Sitz und den dafür vorgesehenen Adaptern ließ sich der Hubb in einen Tandemwagen für Geschwister oder Zwillinge verwandeln. Dabei konnten abhängig von Alter und Aufsätzen verschiedene Konfigurationen entstehen:
- Babywanne oder Hux-Aufsatz mit Sportwagensitz
- kompatible Babyschale mit Sportwagensitz
- zwei Sportwagensitze in zugelassener Ausrichtung
- Sportwagensitz und Hop-on-Mitfahrbrett für ein älteres Kind
Welche Anordnung tatsächlich erlaubt war, richtete sich nach den verwendeten Aufsätzen und der Bedienungsanleitung. Nicht jede theoretisch mögliche Sitzrichtung war für jede Kombination freigegeben.
Die großen schaumgefüllten Räder und die schwenkbaren Vorderräder erleichterten das Manövrieren. Mit einem zweiten Sitz wurde der Hubb allerdings länger, schwerer und beim Überwinden von Bordsteinen anspruchsvoller zu bedienen.
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Quinny VNC
Der Modellname lautet Quinny VNC. Die Bezeichnung wurde von „Vancouver“ abgeleitet. Der VNC war ein moderner Stadtbuggy mit geschlossenem Schiebegriff, wendiger Bereifung und großem Einkaufskorb.
Der reguläre Buggysitz war ungefähr ab sechs Monaten bis ins Kleinkindalter vorgesehen. Mit dem Hux-Kinderwagenaufsatz oder einer kompatiblen Maxi-Cosi-Babyschale konnte der VNC bereits früher eingesetzt werden.
Das Verdeck besaß seitliche Belüftungsbereiche, die dem Kind einen Blick nach draußen ermöglichten. Schwenkbare Vorderräder erleichterten das Lenken in engen Gassen und Geschäften.
Der VNC wurde 2020 mit einem iF Design Award ausgezeichnet. Diese Auszeichnung bezog sich auf die damalige Gestaltung des konkreten Modells und nicht auf die gesamte Quinny-Kollektion.
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Weitere bekannte Quinny-Modelle
Quinny Yezz
Der Yezz war einer der leichtesten Quinny-Buggys. Sein Kunststoffrahmen und das kompakte Faltmaß machten ihn vor allem für Reisen und kurze Wege in der Stadt interessant.
Der Sitz war nach vorn ausgerichtet und für Kinder vorgesehen, die bereits selbstständig sitzen konnten. Für unebene Waldwege oder längere Spaziergänge bot der leichte Buggy weniger Komfort als ein großer Kombikinderwagen.
Quinny Speedi
Der Speedi war ein dreirädriger Kinderwagen mit größeren Rädern. Dadurch eignete er sich besser für wechselnde Untergründe als die besonders kompakten Stadtbuggys. Ein echter Joggingkinderwagen war er jedoch nur dann, wenn die jeweilige Bedienungsanleitung den sportlichen Einsatz ausdrücklich erlaubte.
Quinny LDN
Der LDN gehörte zu den späteren kompakten Stadtkinderwagen der Marke. Er wurde für Reisen, öffentliche Verkehrsmittel und kleine Kofferräume entwickelt. Auch hier muss vor einer Nutzung ab der Geburt geprüft werden, welche Neugeborenenlösung für das konkrete Modell vorgesehen war.
Quinny-Kinderwagen im Vergleich
Welches ältere Quinny-Modell am besten passt, hängt vom geplanten Einsatz ab:
- Für Reise und Stadt: Zapp, Zapp Xpress, Yezz oder LDN
- Für mehr Komfort: Zapp Flex Plus, Buzz Xtra oder Moodd
- Für Einkäufe und viel Stauraum: Hubb oder VNC
- Für zwei Kinder: Hubb mit passendem Erweiterungsset
- Für wechselnde Untergründe: Buzz Xtra oder Speedi
Die früher verbreitete Bezeichnung eines einzelnen Modells als „Testsieger“, „bester Allrounder“ oder „preisgünstigstes Modell“ lässt sich ohne einen konkreten, unabhängigen und datierten Vergleich nicht seriös belegen. Ausstattung und Preis hängen zudem stark vom Baujahr und vom Gebrauchtzustand ab.
Einen gebrauchten Quinny-Kinderwagen kaufen
Da die meisten Quinny-Kinderwagen nur noch gebraucht oder als Restposten erhältlich sind, sollte der Zustand sorgfältig geprüft werden. Besonders wichtig ist die Vollständigkeit der modellspezifischen Teile.
- Gestell: Sind Rahmen und Gelenke frei von Rissen oder Verformungen?
- Klappmechanismus: Rastet der Kinderwagen beim Auf- und Zusammenklappen sicher ein?
- Räder: Rollen sie gleichmäßig und besitzen Lager und Achsen kein übermäßiges Spiel?
- Bremsen: Lässt sich die Feststellbremse zuverlässig betätigen und lösen?
- Gurte: Sind Gurtbänder, Nähte und Verschlüsse vollständig und unbeschädigt?
- Sitzbefestigung: Rastet der Sitz in jeder zulässigen Richtung sicher ein?
- Adapter: Handelt es sich um die Originaladapter für das genaue Modell?
- Textilien: Sind Bezüge, Verdeck und Polster frei von Schimmel und starken Beschädigungen?
- Zubehör: Sind Regenverdeck, Sicherheitsbügel und Einkaufskorb vorhanden?
- Bedienungsanleitung: Kann die Anleitung für Modell und Baujahr noch beschafft werden?
Originalteile verschiedener Zapp-, Buzz- oder Moodd-Generationen sehen teilweise ähnlich aus, sind aber nicht zwangsläufig kompatibel. Ein nicht passender Sitz oder Adapter kann trotz scheinbarer Befestigung ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.
Babyschale gebraucht kaufen?
Eine gebrauchte Babyschale sollte nur übernommen werden, wenn ihre vollständige Vorgeschichte bekannt ist. Nach einem Unfall oder einem starken Aufprall können unsichtbare Schäden vorliegen. Bei unbekannter Herkunft ist eine neue, kompatible Babyschale meist die sicherere Wahl.
Ersatzteile für Quinny-Kinderwagen
Für viele Quinny-Modelle sind bei spezialisierten Händlern noch Räder, Schläuche, Adapter, Regenverdecke und andere Ersatzteile erhältlich. Die Verfügbarkeit kann jedoch jederzeit abnehmen.
Vor dem Kauf eines gebrauchten Kinderwagens empfiehlt es sich daher, benötigte Verschleißteile zu recherchieren. Ein günstiger Kinderwagen kann sich als Fehlkauf erweisen, wenn ein sicherheitsrelevantes Ersatzteil nicht mehr erhältlich ist.
Vorteile älterer Quinny-Kinderwagen
- auffälliges und eigenständiges Design
- wendige Modelle für den Stadtverkehr
- kompakte Faltmechanismen bei der Zapp-Reihe
- viele Modelle mit Maxi-Cosi-Babyschalen kombinierbar
- wendbare Sitze bei ausgewählten Baureihen
- großer Stauraum bei Hubb und VNC
- häufig günstige Gebrauchtpreise
Mögliche Nachteile
- kein reguläres aktuelles deutsches Neusortiment
- eingeschränkte Verfügbarkeit modellspezifischer Ersatzteile
- Verwechslungsgefahr zwischen ähnlich aussehenden Modellgenerationen
- Babywanne und Babyschalenadapter häufig nicht im Lieferumfang
- ältere Modelle entsprechen nicht zwangsläufig heutigen Komfortansprüchen
- teilweise großes Faltmaß oder hohes Gewicht
- unklare Vorgeschichte bei gebrauchten Kinderwagen und Babyschalen
Fazit
Quinny prägte über viele Jahre den Markt für moderne Stadtbuggys und wandelbare Kinderwagen. Besonders Zapp, Buzz, Moodd und Hubb fielen durch ungewöhnliche Formen, kompakte Faltmechanismen und die Kompatibilität mit ausgewählten Maxi-Cosi-Babyschalen auf.
Heute sind Quinny-Kinderwagen vor allem für Käufer interessant, die gezielt ein älteres Modell suchen. Vor dem Kauf sollten der technische Zustand, die genaue Modellgeneration und die Verfügbarkeit passender Adapter und Ersatzteile gründlich geprüft werden.
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