Buggy und Jogger Kinderwagen

Der Buggy und der Jogger sind zwei Kinderwagen mit besonderen Funktionen. Sie wurden für spezielle Einsätze konzipiert. So ist der Buggy ein Kinderwagen für die Stadt und der dreirädrige Jogger ist ein Kinderwagen fürs Gelände. Hier stellen wir beide Kinderwagen vor.

Der Buggy

Ein Buggy ist auf keinen Fall ein Erstlingswagen. Der Buggy Kinderwagen kommt dann zum Einsatz, wenn das Kind sitzen kann. Einige haben eine bis zur Liegeposition verstellbare Lehne, andere nicht. Und ein Buggy für 200 Euro hat nicht die gleiche Ausstattung wie ein Buggy für 800 Euro. Unterstützungen der für die noch wenig entwickelte Muskulatur des Kindes gibt es bei einem Buggy selten. Durch seine schwenkbaren Vorderräder ist aber jeder Buggy sehr wendig. Ein Buggy lässt sich kompakt für den Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln auf ein kleines Faltmaß zusammenklappen. Die Verwendung eines Buggys bedeutet eine kleine Freiheit, denn das Kind lässt sich leichter aus dem Kinderwagen herausnehmen und kann kleine Strecken selbst zu Fuß bewältigen.

Kinderwagen 3-in-1
Buggy und Jogger Kinderwagen sind für spezielle Einsätze konstruiert. Gerade der dreirädrige Jogger ist optimal an die Kinderwagen-Bedürfnisse im Gelände angepasst.

Was zeichnet einen Buggy Kinderwagen aus?

Ein Buggy sollte verschiedene Sitz- und Ruhezonen ausweisen. Ist die Sitzeinheit geräumig, können Sie den Buggy länger verwenden. Gepolsterte Gurte und ein Sicherheitsbügel sorgen dafür, dass das Kind sicher im Kinderwagen sitzt. Breite und hohe Rückenlehnen steigern den Komfort. Optional kann die Fahrtrichtung der Sitzeinheit geändert werden. Ein Buggy braucht ein großes Sonnenverdeck und Stauraum für die Einkäufe. Gummireifen bieten bei einem Buggy mehr Fahrkomfort für den kleinen Passagier als Reifen aus Hartplastik. Wenn sich die Babyschale auf das Kinderwagengestell klippen lässt, ist eine Verwendung von Geburt an möglich. Der bekannteste Buggy ist der Sitzbuggy. Er wird geschoben und lässt sich am kleinsten Zusammenklappen. Im Sitzbuggy sollte ein Kind frühestens im Alter von 3 Jahren gefahren werden. Seine Vorderräder sind nicht schwenkbar. Ein Liegebuggy ist deutlich teurer, größer und besser ausgestattet. Mit der Liegefunktion kann das Baby unterwegs sogar ein kurzes Schläfchen halten. Die Vorderräder sind schwenkbar. Noch mehr Komfort finden Sie beim sogenannten Komfortbuggy. Hier ist die Liegefunktion integriert und die Sitzeinheit lässt sich in oder entgegengesetzt der Fahrtrichtung montieren. Auf einen Komfortbuggy können Sie eine Babyschale montieren.

Wie finde ich den richtigen Buggy?

Buggys für die Stadt müssen handlich und wendig sein, damit der Buggy auch in den Hausflur oder in den Keller passt. Aufgrund der asphaltierten Straßen reichen kleine Plastikräder aus. Für den Einsatz auf Schotter- und Feldwegen benötigen Sie dicke Gummireifen, damit der Buggy nicht an jeder kleinen Unebenheit scheitert. Mit Federung lässt sich der Buggy besser Fahren und schont die kindlichen Gelenke.

Was sagt Stiftung Warentest?

Beim Test der Buggys kam der Joie Litrax als Testsieger Buggy auf das Testergebnis 2,2 gut mit guten Fahreigenschaften auf vielen Untergründen, gutem Sitzkomfort und einfacher Handhabung beim Auf- und Zusammenklappen. Den zweiten Platz belegte der iCoo Pace mit 2,3 gut. Danach folgte der ABC Design Mint mit 2,6 befriedigend.

Der Jogger

Der Jogger unterscheidet sich in seinem Aussehen und der Ausstattung vom Buggy. Der Kinderwagen wurde für Läufer entwickelt, die den Nachwuchs beim Laufen mitnehmen wollen. Ein Jogger muss leicht, wendig und sicher sein. Deshalb besitzt der Jogger Kinderwagen nur ein Vorderrad und hat damit insgesamt drei Räder. Die Räder sind größer (16-20 Zoll) als normale Kinderwagenräder und sie haben einen längeren Radstand. Die Beinfreiheit ist größer, damit Sie beim Laufen große Schritte machen können. Das Reifenprofil muss an den Untergrund angepasst sein. Zudem sind hochwertige Lager und eine Federung notwendig, damit der Fahrgast nicht durchgeschüttelt wird. Im Idealfall lässt sich die Federung an das Gewicht des Kindes anpassen. Damit das Kind beim Sport sicher sitzt, ist ein 5-Punkt-Gurt notwendig. Der Schiebegriff muss höhenverstellbar sein, denn beim Laufen sollten die Ellenbogen einen rechten Winkel bilden. Damit stellt sich die Höhe des Schiebegriffs ungefähr auf die Höhe des Bauchnabels ein. Wenn die Fußstütze und die Lehne des Joggers verstellbar sind, erhalten Sie einen Liegebuggy. In einem Korb unter dem Sitz lassen sich Windeln und Einkäufe transportieren. Das Vorderrad ist feststellbar. So kann der Kinderwagen stabil geradeaus fahren. Mit schwenkbarem Vorderrad hat der Jogger einen extrem kleinen Wenderadius. Jogger sollten mit der DIN EN 18888 zertifiziert sein, dann werden die Stabilität, die Räder und die Bremsen geprüft. Eine Handschlaufe für die extra Sicherung sollte am Griff angebracht sein. Wichtiges Zubehör sind ein Sonnenverdeck und eine Regenhülle. Äußerst wichtig für die Sicherheit ist das Bremssystem.

Unterschiedliche Jogger

Reine Jogger richten sich an ambitionierte Läufer. Mit großen Luftreifen, dicken Polstern und ohne Schnickschnack sind sie zu 100 Prozent auf das Laufen ausgerichtet. Auch mit einem Fahrradanhänger können Sie Joggen gehen. Weil Fahrradanhänger auf eine große Geschwindigkeit ausgelegt sind ist es egal, ob ein Fahrrad den Anhänger zieht oder ein Jogger oder Skater von hinten anschiebt. Fahrradanhänger eigen sich meistens nicht für das Joggen im Gelände. Zudem gibt es noch sportliche Kinderwagen mit mittelgroßen Reifen. Sie sind von stabiler Bauart, besitzen ein feststellbares Vorderrad (City- und Sportmodus) und sind mit Zubehör wie eine Babywanne oder einen Adapter für die Babyschale ausgerüstet. Mit Babywanne kann der Jogger schon ab der Geburt verwendet werden.

Was sagt Stiftung Warentest?

Drei Jogger wurden im Kinderwagentest 2018 getestet. Der Britax Römer Bob Revolution erhielt als bester Jogger gemeinsam mit dem Tfk Joggster Sport die Note 2,7 befriedigend. Der Bugaboo Runner wies eine hohe Schadstoffbelastung im Regenverdeck auf. Er wurde mit 4,7 mangelhaft bewertet.