Ratgeber: Die richtigen Räder für den Kinderwagen aussuchen

Kinderwagen gibt es wie Sand am Meer und die Auswahl fällt nicht leicht. Vor allem, wenn der Nachwuchs ins Haus steht und die werdenden Eltern vor einem Berg schier unlösbarer Probleme stehen. Nicht alle Kinderwagenräder sind für jeden Untergrund geeignet. Viele Hersteller stellen ihre Kinderwagen zudem nach dem Baukastenprinzip zusammen. Die Auswahl der Kinderwagenräder bleibt damit den Eltern überlassen. In diesen Ratgeber widmen wir uns speziell den Kinderwagenrädern.

 

So wählen Sie die richtigen Kinderwagenräder!

In der Regel unterscheiden sich die Räder bei allen Kinderwagen in folgenden vier Sorten: Luftbereifte Räder, Räder mit Luftkammern, Hartgummireifen und Kinderwagenräder aus Kunststoff.

Räder aus Kunststoff: Diese werden meist an billigen Kinderwagen montiert. Sie drücken den Herstellungspreis des Kinderwagens, doch sie sind weder langlebig, noch vermitteln sie ein gutes Fahrgefühl. Sie haben keine Federung und sind insgesamt nicht zu empfehlen.

Hartgummireifen: Diese sind nach dem Prinzip der Räder von Inlineskates aufgebaut. Sie bestehen aus einer einzigen Schicht Hartgummi. Die Räder sind pannensicher und robust. Hartgummiräder haben einen kleinen Durchmesser. Sie werden vorzugsweise an Buggys montiert, weil sie ein geringes Gewicht haben. Sie eignen sich für glatte Straßen und Wege in der Stadt. Hartgummiräder federn nicht nach. Stöße und Kopfsteinpflaster werden 1:1 an den Kinderwagen übertragen. Für Wald- und Feldwege sind sie daher nicht geeignet.

Im Bild: Unterschiedliche Kinderwagen-Räder

Der Unterschied ist meist sichtbar: Ob Kunstoff, Gummi oder luftbefüllte Reifen – jedes Rad hat seine individuellen Eingenschaften.

 
Hartgummiräder mit Luftkammern: Diese Räder vereinen das robuste Äußere von Hartgummirädern und die Federung von luftgefüllten Reifen. Die luftgefüllten Kammern im aufgeschäumten Kunststoff gelten als pannensicher und bieten viel Fahrkomfort. Sie eignen sich für glatte Straßen und holprige Wege gleich gut.

Luftgefüllte Kinderwagenreifen: Diese Reifenart bietet den meisten Fahrkomfort, denn sie sind bestens gefedert. Zudem unterstützen sie die Federung des Kinderwagens. Luftgefüllte Räder sind schwerer als andere Kinderwagenräder. Scherben und spitze Steine können jedoch einen Platten verursachen. Ein Ersatzschlauch und die Luftpumpe sollten deshalb immer bei einem längeren Ausflug mit dabei sein. Allerdings sollten luftgefüllte Räder nicht so prall aufgepumpt werden. Je praller der Reifen ist, umso geringer ist die Federkraft. Ein Kinderwagen mit Luftbereifung kommt in der Stadt und auf dem Land gut zurecht.

Was ist besser: Luftreifen oder Hartgummi?

Luftreifen sind leichtgängig. Sie federn Stöße gut ab und sind für jeden Untergrund geeignet. Der Nachteil liegt im Luftverlust und in der Möglichkeit, sich einen Platten einzufahren.
Hartgummireifen überzeugen durch ihre pannensichere Ausstattung. Sie federn Stöße weniger ab und sind deshalb für glatte Untergründe besser geeignet. Hartgummireifen lassen sich schlechter als luftgefüllte Reifen über den Bordstein schieben.

Die Beweglichkeit der Reifen

Vier starre Kinderwagenräder erschweren das Lenken. Deshalb statten viele Kinderwagenhersteller ihre Kinderwagen mit einem oder zwei beweglichen Rädern aus. Das sind meistens die Vorderräder, die sich bei Bedarf auch feststellen lassen. Sie sorgen dafür, dass sich der Kinderwagen gut um die Kurve lenken lässt. Vier starre Räder sind bei Kinderwagen mit Verdeck und bei Kombikinderwagen zu finden. Schwenkbare Räder sind im urbanen Umfeld vorteilhart. Achten Sie bei der Verwendung im Gelände darauf, dass sich die Räder feststellen lassen.

 

Wie viele Räder für den Kinderwagen?

Zur Auswahl stehen Modelle mit drei, vier oder sechs Rädern. Drei Räder werden sehr oft in sportlichen Kinderwagen für fitnessorientierte Eltern verbaut. Sie ermöglichen ein Höchstmaß an Flexibilität und machen den Kinderwagen zum Joggen tauglich. Dabei ist das dritte vordere Rad schwenkbar oder feststellbar. Dreirädrige Kinderwagen als Jogger Buggy oder Jogger Kinderwagen mit luftgefüllten Rädern gelten als laufruhig. Bei solchen Modellen ist ein tiefer Schwerpunkt wichtig, damit der Kinderwagen nicht kippt. Dreirädrige Kinderwagen sind leicht zu lenken. Im Gegensatz zu vierrädrigen Kinderwagen besitzen dreirädrige Kinderwagen keinen Schwenkschieber. Das Kind sitzt immer in der gleichen Fahrtrichtung im Kinderwagen. Vierrädrige Kinderwagen sind die Klassiker. Sie bieten mit großen Kinderwagenrädern besten Fahrkomfort auf allen Wegen. Moderne Kinderwagen sind mit vier gleichgroßen Rädern ausgestattet. Sie kommen in Kombikinderwagen, die sich durch die Fähigkeit zum mitwachsen auszeichnen und das Baby von der Geburt bis zum Kindergarten begleiten, zum Einsatz. Um sportlicher zu wirken verwenden Hersteller hinten zwei große Räder und vorn kleinere Räder. Das zahlt sich aus, wenn viele Bordsteine zu überwinden sind. Buggys verfügen in der Regel über sechs Räder. Als Doppelräder und mit kleinem Durchmesser können sie viel Gewicht tragen. Die schwenkbaren Räder befinden sich beim Buggy vorn. Sie machen den Buggy in Kurven und in belebten Straßen wendig.

Große oder kleine Räder für den Kinderwagen?

Je größer die Räder sind, umso höher ist der Fahrkomfort. Große Räder entfalten ihre Fahreigenschaften auf Feld- und Waldwegen. Kleinere Räder machen einen Kinderwagen sehr beweglich. Wenn sie zudem noch zu 360 Grad schwenkbar sind, kennt die Flexibilität keine Grenzen. Bei Schnee oder Wurzeln stoßen kleine Räder an ihre Grenzen.

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  • Große Reifen schonen das Baby besonders nachhaltig in den ersten sechs Monaten, wenn die Wirbelsäule noch weich ist und beim Fahren über holpriges Gelände.
  • Kleine Reifen sind wendiger und begünstigen ein kompaktes Faltmaß.

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14 Zoll und 16 Zoll Kinderwagenräder sind elegante Speichenräder. Sie werden oft an Retro-Kinderwagen montiert.
12 Zoll Kinderwagenräder können als Speichenräder oder nur mit drei oder fünf Speichen ausgeführt sein. 12 Zoll Kinderwagenräder sind luftgefüllte Kinderwagenräder.
10 Zoll Kinderwagenräder können luftgefüllt oder aus Hartgummi sein. die Ausführung erfolgt mit drei bis fünf Speichen. Bei Kinderwagen mit 12 Zoll Rädern kommen 10 Zoll Rädern im Set als Schwenkräder zum Einsatz.

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