Unterschiede bei Kinderwagen: Darauf müssen Sie achten!

Ein Kinderwagen ist nicht gleich Kinderwagen. Sie unterscheiden sich in der Bauweise, der Nutzungszeit und in der Ausstattung. Auch mit den Begriffen Erstlingswagen, Kombikinderwagen, Sportwagen oder Jogger wissen werdende Eltern auf Anhieb wenig anzufangen. Bei uns finden Sie die wichtigsten Unterschiede leicht erklärt, damit Sie den richtigen Kinderwagen, der zu Ihrem Alltag passt, auswählen.

 


 

Der Kombikinderwagen für eine lange Nutzungszeit

Ein Kombikinderwagen begleitet das Baby von der Geburt an. Als 3 in 1 Kinderwagen ist ein Kombikinderwagen zuerst Tragetasche, danach Babywanne und zuletzt Sportwagen. Durch den Umbau zum nächstgrößeren Modell sparen Sie Kosten ein, denn Erstlingswagen, die nach einem halben Jahr oder neun Monaten zu klein werden, müssen ausrangiert und durch einen Sportkinderwagen Buggy oder Jogger ersetzt werden. Der Kombikinderwagen vereint Babywanne und Sportwagen in einem einzigen Kinderwagen. Kombikinderwagen sind unter den Kinderwagen am komfortabelsten. Er ist gefedert, was den Kinderwagen von einem Buggy unterscheidet. Die Fahrt durch unebenes Gelände ist rüttelfreier. Sitzfläche und Lehne sind weich gepolstert und die Sitzfläche ist großzügig bemessen. Der Kombikinderwagen bleibt durch einen Schwenkschieber flexibel. Der Nachwuchs fährt in Fahrtrichtung oder entgegengesetzt. Zum Zubehör gehören ein Wind- und Regenschutz, ein Gepäckkorb und optional eine Tasche für Pflegeutensilien im Design des Kinderwagens. Bei modernen Kombikinderwagen sind die Vorderräder schwenkbar um die Wendigkeit zu erhöhen. Sie lassen sich bei Bedarf aber auch feststellen. Ein Kombikinderwagen ist in der Anschaffung teuer als ein normaler Kinderwagen. Die höheren Anschaffungskosten zahlen sich durch die längere Nutzungsdauer von drei Jahren aus.

Der Geschwisterwagen für zwei Geschwisterkinder

Ein Geschwisterwagen ist anders als ein Zwillingskinderwagen für zwei Kinder unterschiedlichen Alters gedacht. In einem Geschwisterwagen sitzen oder liegen die Kinder hintereinander. Geschwisterwagen sind mit Wanne oder auch als Buggy erhältlich.
Der hintere Sitz lässt sich bis zur Liegeposition verstellen. Er ist für das jüngste Kind gedacht, das ein größeres Schlafbedürfnis hat. Während das größere Kind im Sportsitz die Umgebung erkundet, kann der jüngere Nachwuchs im Liegesitz sein Schläfchen halten. Es ist so gedacht, dass beide Kinder im Doppelkinderwagen hintereinander sitzen. Ein Sichtkontakt ist nicht möglich. Geschwisterwagen kommen ab der Geburt oder je nach Modell ab einem Alter von 6 Monaten zum Einsatz. Sie sind eine sinnvolle Anschaffung, wenn die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist und die Kinder keinen großen Altersunterschied aufweisen. Hersteller empfehlen die Anschaffung für ein Kind von 2 Jahren und ein Geschwisterkind von 6 Monaten oder für ein Neugeborenes und ein Geschwisterkind im Alter von 6 Monaten. Geschwisterwagen sind sogenannte Tandem-Kinderwagen. Sie werden maximal bis 30 kg belastet. Wie ein Buggy sind Geschwisterwagen schmal und besitzen schwenkbare Vorderräder, um den Kinderwagen leichter zu manövrieren. Sportsitze mit Verdeck und 5-Punkt-Gurte sorgen für den Sitzkomfort. Mit einem Gestell aus leichtem Aluminium wiegt ein Geschwisterwagen 17 kg bis 20 kg. Der Schieber ist höhenverstellbar, aber nicht schwenkbar. Der Vorteil von Geschwisterwagen liegt in der geringen Breite von rund 80 cm. Er passt durch jede Tür. Wird der Geschwisterwagen als Zwillingswagen verwendet, dann muss das Kind im hinteren Sitz immer auf den Vordersitz sehen.

 

Der Zwillingskinderwagen

Zwillingskinderwagen sind im Gegensatz zu Geschwisterwagen für zwei Kinder im gleichen Alter ausgelegt. Die Kinder sitzen nebeneinander und können durch Gesten und Blicke miteinander kommunizieren. Mit passender Wanne kommen Zwillingskinderwagen ab der Geburt zum Einsatz. Einige sind mit einem Aufsatz kompatibel für die Babyschale. Die anderen wird die Babyschale gleich mitgeliefert. Sie lassen sich später, wenn die Wanne zu klein wird, in einen Buggy verwandeln. Zwillingskinderwagen werden auch als Doppelkinderwagen bezeichnet. Pro Sitzeinheit verkraftet ein Zwillingswagen 15 kg Gewicht. Die maximale Belastungsgrenze liegt ca. bei 45 kg. Im Zwillingskinderwagen transportieren Sie Ihre Zwillinge in Fahrtrichtung oder entgegensetzt, je nachdem, wie die Aufsätze am Gestell montiert werden. Der Schieber selbst ist nicht schwenkbar. In Zwillingskinderwagen wie im Classico Twinni werden die Wannen und später die Sportwagenaufsätze so angebracht, die die Kinder hintereinander, aber einander zugewandt, transportiert werden. Die Aufsätze sind in beide Fahrtrichtungen montierbar. Die Babywannen mit Tragegriff lassen sich später durch die Sportwagenaufsätze austauschen. Dadurch ergibt sich eine Verwendung von der Geburt bis zum Alter von drei Jahren. Diese Zwillingskinderwagen werden je nach Modell über die gesamte Kleinkinderzeit verwendet.

Unterwegs mit einem Drillingswagen

Die Geburt von Drillingen ist nicht alltäglich. Um diese gemeinsam zu transportieren, haben sich Kinderwagenhersteller etwas einfallen lassen. Zwei Kinder fahren im Drillingskinderwagen entgegengesetzt der Fahrrichtung, wie in einem Doppelkinderwagen. Das dritte Kind fährt in Fahrtrichtung. So ist ein Drillingskinderwagen mit Wannen nicht breiter als ein Zwillingswagen. Alternativ werden alle drei Wannen nebeneinander angebracht, was sich im Alltag als sehr schwer zu handhaben erweist. Muss der Drillingskinderwagen in den Fahrstuhl passen, dann ist die Version, wo die Kinder hintereinander sitzen, am vorteilhaftesten. Mit geringer Breite passt die Version durch viele Türen. Sind die Sitze nebeneinander angeordnet, fördert das die Kommunikation. Nicht alle Zwillings- und Drillingskinderwagen sind von der Geburt an verwendbar. Buggys, bei denen sich die Lehne bis zur Liegeposition verstellen lässt, eignen sich frühestens ab einem Alter von sechs Monaten.

Was ist ein Buggy Kinderwagen?

Im Buggy Kinderwagen sitzen die Kinder nebeneinander oder hintereinander. Er ist für die Verwendung im urbanen Umfeld gedacht, denn er lässt sich bei Bedarf klein zusammenfalten. Ein Buggy fällt durch sein leichtes Gewicht von rund 4 kg bis 7 kg auf. Der Buggy ist der Minimalist unter den Kinderwagen. Kinder werden im Buggy mit einem 5-Punkt-Gurt gesichert. Wahlweise ist ein Schutzbügel vorgesehen. Die Sitzfläche ist gepolstert. Eine komplette Liegeposition ist nicht vorgesehen außer im Komfort-Buggy, der damit an der Geburt geeignet ist. Oftmals ist die Neigung der Lehne nicht verstellbar. Wenn doch, dann aber nicht bis zur Liegeposition. Deshalb wird ein Buggy frühestens ab einem Alter von sechs Monaten verwendet. Ein Buggy Kinderwagen ist praktisch, nimmt zusammengelegt nicht viel Platz weg und er ist wendig. Er eignet sich auf Reisen und in der Stadt. Wichtig beim Kauf sind ein stabiles Fahrwerk, ausreichend Bewegungsfreiheit für das Kind. Die Federung des Buggys ist von seinen Reifen abhängig. Ein Buggy ist nicht geländetauglich.

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