Kinderwagen-Ausstattung: Diese Dinge müssen Sie unbedingt beachten!

Was kommt in den Kinderwagen?

Der Kinderwagen ist ausgewählt und bestellt – nun fehlt noch die passende Ausstattung. Doch was benötigt ein Baby tatsächlich in der Kinderwagenwanne? Dieser Ratgeber zeigt, welches Zubehör sinnvoll ist und worauf Sie im Sommer und Winter achten sollten. Für eine sichere Liegefläche gilt dabei: Weniger ist häufig mehr.

Das erwartet Sie in unserem Ratgeber:


Ausstattung eines Kinderwagens im Winter

Der Kinderwagen: Was gehört hinein?

Welche Ausstattung benötigt wird, hängt von der Bauweise des Kinderwagens ab. Eine feste Babywanne besitzt normalerweise bereits eine passgenaue Matratze. Auch bei einer Softtragetasche gehört häufig eine geeignete Einlage zum Lieferumfang. Verwenden Sie grundsätzlich nur die Matratze oder Unterlage, die der Hersteller für das konkrete Modell vorsieht.

Zusätzliche Matratzen, dicke Decken und Lammfelle sollten nicht unter das Baby gelegt werden. Dadurch kann die Liegefläche zu weich werden oder ihre Belüftung verlieren. Außerdem können zwischen Matratze und Seitenwand gefährliche Zwischenräume entstehen. Das Baby liegt am sichersten auf einer festen, ebenen und passgenauen Matratze.

Ist keine Matratze enthalten, sollte ausschließlich ein vom Kinderwagenhersteller freigegebenes Modell verwendet werden. Schneiden Sie keine Schaumstoffunterlage selbst zu und legen Sie nicht mehrere Matratzen übereinander. Der Bezug sollte abnehmbar und entsprechend den Pflegehinweisen waschbar sein. Eine gute Belüftung der Matratze und der Babywanne hilft dabei, Feuchtigkeit abzuleiten.

Ob eine feste Wanne oder eine Softtragetasche besser geeignet ist, lässt sich nicht allein von der Jahreszeit abhängig machen. Eine feste Babywanne bietet meist mehr Platz und einen stabileren Windschutz. Eine Softtragetasche ist leichter und lässt sich häufig einfacher transportieren. Entscheidend sind eine ebene Liegefläche, ausreichende Belüftung und die ausdrückliche Eignung ab der Geburt.

Auch im Winter muss die Kälte nicht durch zusätzliche Polster unter der Matratze abgehalten werden. Besser sind eine zur Temperatur passende Kleidung und ein geeigneter Fußsack oder eine sicher verwendete Decke. Im Sommer ist eine gute Luftzirkulation wichtiger als eine besonders dick gepolsterte Tragetasche.

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Was kommt auf die Kinderwagenmatratze?

Auf die Matratze gehört ein passgenaues und straff sitzendes Spannbettlaken. Es darf keine Falten bilden oder sich lösen können. Für Kinderwagenmatratzen sind verschiedene Größen erhältlich. Messen Sie die Matratze vor dem Kauf genau aus.

Ein Nässeschutz kann die Matratze vor ausgelaufenen Windeln und anderen Flüssigkeiten schützen. Er darf jedoch die Luftzirkulation nicht vollständig blockieren. Verwenden Sie nur eine atmungsaktive und passgenaue Auflage, die vom Hersteller für die Matratze oder Babywanne zugelassen ist. Lose, knisternde Kunststofffolien sind ungeeignet.

Besitzt die Matratze bereits einen integrierten Schutz, ist normalerweise keine weitere Auflage erforderlich. Mehrere Lagen können die Liegefläche weicher machen und die Belüftung beeinträchtigen. Der Matratzenkern muss nicht zwingend waschbar sein, wenn der Bezug abgenommen und gründlich gereinigt werden kann. Beachten Sie die jeweilige Pflegeanleitung.

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Was trägt das Baby im Kinderwagen?

Im Winter: Was sollte das Baby anziehen?

Im Winter empfiehlt sich das Zwiebelprinzip. Mehrere dünne Kleidungsschichten lassen sich leichter an wechselnde Temperaturen anpassen als ein einzelner sehr dicker Schneeanzug. Sobald Sie ein beheiztes Geschäft oder Verkehrsmittel betreten, können Sie den Fußsack öffnen oder eine Kleidungsschicht entfernen.

Ein Lammfell oder eine andere zusätzliche weiche Unterlage ist für junge Babys nicht erforderlich. Verwenden Sie stattdessen einen passenden Winterfußsack oder geeignete Kleidung. Ein Fußsack darf die Liegefläche nicht uneben machen, das Gesicht nicht bedecken und die Luftzirkulation nicht beeinträchtigen.

Ein dicker Schneeanzug und ein stark gefütterter Winterfußsack können zusammen schnell zu warm werden. Stimmen Sie die Kleidung deshalb auf die Wärmeleistung des Fußsacks ab. Kontrollieren Sie regelmäßig den Nacken oder den Bereich zwischen den Schulterblättern. Die Haut sollte warm und trocken sein.

Je nach Temperatur können sich bewähren:

  • ein Langarmbody
  • eine Strumpfhose oder eine dünne Hose
  • Socken oder ein Strampler mit Füßen
  • ein Pullover oder eine leichte Jacke
  • bei niedrigen Temperaturen eine zusätzliche wärmende Außenschicht
  • eine gut sitzende Mütze für den Aufenthalt im Freien

Bei starkem Frost kann ein geeigneter Winterfußsack zusätzlichen Schutz bieten. Eine weitere dicke Decke ist dann meist nicht notwendig. Achten Sie auch auf Wind und Aufenthaltsdauer. Bei extremen Wetterbedingungen kann es sinnvoll sein, den Spaziergang zu verkürzen.

Babykleidung und Zudecken: Was muss ich beachten?

Ein Kissen darf nicht als Zudecke verwendet werden. Auch besonders leichte Kinderwagenkissen können verrutschen, das Gesicht bedecken und die Atmung behindern. Darüber hinaus erhöhen dicke Kissen das Risiko einer Überhitzung. Verwenden Sie stattdessen einen passenden Fußsack oder eine leichte Decke, die höchstens bis zur Brust reicht und nicht nach oben rutschen kann.

Ein Kopfkissen benötigt ein Baby im ersten Lebensjahr ebenfalls nicht. Der Kopf liegt direkt auf der festen und ebenen Matratze. Auch eine gefaltete Baumwollwindel oder ein Mulltuch sollte nicht lose unter den Kopf gelegt werden, da es Falten bilden und an Mund oder Nase gelangen kann. Ein waschbares Spannbettlaken schützt die Matratze besser.

Nach dem ersten Geburtstag kann bei Bedarf ein sehr flaches und festes Kinderkissen angeboten werden, in das der Kopf nicht einsinkt. Notwendig ist es in diesem Alter meistens noch nicht. Auch ältere Kinder können problemlos ohne Kopfkissen schlafen.

Passende Babykleidung im Kinderwagen

Im Sommer: Was sollte das Baby anziehen?

Im Sommer sind leichte, atmungsaktive Kleidung und eine gute Belüftung des Kinderwagens besonders wichtig. Ein Lamm- oder Schaffell kühlt das Baby nicht aktiv. Auch Naturfell kann Wärme speichern und zu einer Überhitzung beitragen. Bei hohen Temperaturen sollte deshalb auf zusätzliche Fellunterlagen verzichtet werden.

Lose Mulltücher gehören nicht als Unterlage in die Babywanne. Ein straff sitzendes Spannbettlaken aus Baumwolle oder einem anderen atmungsaktiven Material reicht aus. Es kann Feuchtigkeit aufnehmen und lässt sich bei Bedarf wechseln.

An milden Tagen kann eine leichte Kinderwagendecke oder ein dünner Sommerfußsack sinnvoll sein. Bei warmem Wetter benötigt das Baby häufig keine Zudecke. Ein kurzärmliger Body kann an heißen Tagen ausreichen. Bei etwas niedrigeren Temperaturen kommen ein dünner Strampler oder ein T-Shirt mit leichter Hose infrage.

Ein Insektenschutz sollte gut belüftet sein und fest am Kinderwagen sitzen. Für den Sonnenschutz eignen sich das integrierte Verdeck, ein Sonnenschirm oder ein geeigneter Sonnensegelaufsatz. Hängen Sie niemals eine Decke oder ein Mulltuch vollständig über den Kinderwagen. Darunter kann sich die Temperatur innerhalb kurzer Zeit stark erhöhen.

Stellen Sie den Kinderwagen möglichst in den Schatten und vermeiden Sie direkte Mittagssonne. Prüfen Sie regelmäßig, ob genügend Luft in die Babywanne gelangt und wie warm sich das Kind anfühlt.

Babykleidung im Kinderwagen: Das ist wichtig

Die eigene Kleidung kann eine grobe Orientierung bieten. Babys benötigen je nach Alter und Wetter häufig eine dünne Schicht mehr als Erwachsene, aber keine pauschal festgelegte Anzahl. Neugeborene können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren und müssen daher besonders aufmerksam beobachtet werden.

Fühlen Sie im Nacken oder zwischen den Schulterblättern. Ist die Haut warm und trocken, ist die Temperatur meistens angenehm. Ein feuchter oder heißer Nacken deutet darauf hin, dass dem Baby zu warm ist. Kühle Hände und Füße sind dagegen häufig normal und kein zuverlässiger Hinweis auf Frieren.

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass ein Baby bei Kälte immer weint. Ebenso bleibt eine Überhitzung möglicherweise lange unbemerkt. Regelmäßiges Fühlen und das Anpassen der Kleidung sind deshalb wichtiger als starre Bekleidungsregeln.

Im Winter schützt eine gut sitzende Mütze draußen vor Kälte und Wind. In beheizten Innenräumen sollte sie abgenommen werden, damit das Baby überschüssige Wärme über den Kopf abgeben kann. Im Sommer bietet ein leichter Sonnenhut Schutz vor direkter Strahlung. Zusätzlich sollte das Baby konsequent im Schatten bleiben.

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Was ist ein Schwenkschieber?

Ein Schwenkschieber lässt sich von einer Seite des Kinderwagens auf die andere umlegen. Dadurch ändert sich die Blickrichtung des Kindes, ohne dass die Babywanne oder der Sportwagenaufsatz abgenommen und gedreht werden muss. Das Baby kann entweder zu den Eltern oder in Fahrtrichtung schauen.

Ein Schwenkschieber ist nicht mit einem umsetzbaren Sitz gleichzusetzen. Bei vielen modernen Kombikinderwagen wird der gesamte Aufsatz vom Gestell genommen, gedreht und anschließend wieder eingerastet. Prüfen Sie nach jedem Wechsel, ob sämtliche Verriegelungen vollständig geschlossen sind.

Wird der Schwenkschieber umgelegt, befinden sich möglicherweise die kleineren Schwenkräder auf der hinteren Seite. Das verändert das Lenkverhalten. Beachten Sie deshalb die Bedienungsanleitung und arretieren Sie die entsprechenden Räder, wenn der Hersteller dies vorsieht.

Eine Höhenverstellung ist eine zusätzliche Funktion. Bei einem Teleskopschieber wird der Griff ein- oder ausgezogen. Ein Knickschieber lässt sich über Gelenke nach oben oder unten verstellen. Beides ermöglicht es unterschiedlich großen Personen, den Kinderwagen in einer angenehmen Haltung zu schieben.

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